{"id":2995,"date":"2016-04-28T19:55:28","date_gmt":"2016-04-28T18:55:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/?p=2995"},"modified":"2016-04-28T20:00:58","modified_gmt":"2016-04-28T19:00:58","slug":"schulentwicklung-mit-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/?p=2995","title":{"rendered":"Schulentwicklung mit Zukunft?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2997\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_2997\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 904px\"><a href=\"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/SchuldemoBreit.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2997\" src=\"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/SchuldemoBreit.jpg\" alt=\"SchuldemoBreit\" width=\"900\" height=\"338\" srcset=\"http:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/SchuldemoBreit.jpg 800w, http:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/SchuldemoBreit-300x113.jpg 300w, http:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/SchuldemoBreit-768x288.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_2997\" class=\"wp-caption-text\">Protest ohne Erfolg<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch vor 9 Jahren als gro\u00dfartige Erfolgsstory prognostiziert, von Landkreis und Staatssekret\u00e4r hoch gelobt, entpuppt sie sich jetzt als Flop: die Entwicklung der staatlichen Schullandschaft in Barleben. Hier die Hintergr\u00fcnde:<br \/>\nBis 2006 gab es in Barleben eine Grund- und eine Sekundarschule. 2007 wurde die damals ausgelastete <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>zwei<\/strong><\/span>z\u00fcgige Sekundarschule in die Tr\u00e4gerschaft der Gemeinde \u00fcbernommen, abgerissen und durch einen <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>drei<\/strong><\/span>z\u00fcgigen Neubau ersetzt (ausgelegt f\u00fcr die doppelte Sch\u00fclerzahl). Die prognostizierte Abschaffung der Schuleinzugsbereiche, beste Lernbedingungen, sowie eine positive Bev\u00f6lkerungsentwicklung wurden vom B\u00fcrgermeister vorgebracht, um damals von allen Seiten Zustimmung zum Bau dieses gro\u00dfen und modern ausgestatteten Schulgeb\u00e4udes zu bekommen. Das Geld \u2013 auch kein Problem \u2013 wurde \u00fcber ein PPP-Modell \u201evorgeschossen\u201c und wird nun, \u00fcber 20 Jahre gestreckt, mit ca. 550 Tausend \u20ac pro Jahr abgezahlt. Wie bei vielen Barleber H\u00f6henfl\u00fcgen folgte leider auch hier eine Bauchlandung.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Sch\u00fclerzahl in der Sekundarschule ging stetig zur\u00fcck und nur dem Engagement der Schule, diese als Ganztagsschule mit Wirtschaftsorientierung zu entwickeln, ist es zu verdanken, dass dadurch noch Sch\u00fcler von au\u00dferhalb die Zweiz\u00fcgigkeit und somit den Erhalt der Schule garantierten.<br \/>\nUm sowohl die Existenz als auch die dreiz\u00fcgige Auslastung der Schule zuk\u00fcnftig zu sichern, wurde von Seiten der Schule(!) nun die Initiative ergriffen, diese zur Gemeinschaftsschule in Kooperation mit der Gutenbergschule Wolmirstedt zu entwickeln, ein Schulmodell das aktuell sehr nachgefragt wird. Dass dies realistisch ist, geht auch aus der Stellungnahme des Landkreises (02\/2016) hervor. Um diese Entwicklung zu vollziehen, bedurfte es allerdings auch der Zustimmung des Schultr\u00e4gers, n\u00e4mlich der Gemeinde. L\u00e4ngere Zeit wurde die dazu n\u00f6tige Abstimmung im Gemeinderat unter fadenscheinigen Argumenten von der Verwaltung verz\u00f6gert. Nun ist klar warum, ein Kopplungsgesch\u00e4ft wurde geplant. Man will gleichzeitig das Schulgeb\u00e4ude der Grundschule leerziehen und diese mit in das Sekundarschulgeb\u00e4ude eingliedern. Dies erfolgt unter dem vermeintlichen Aspekt der Kostenersparnis von gesch\u00e4tzten 130 Tausend \u20ac pro Jahr. Dass die Sekundarschule und das Au\u00dfengel\u00e4nde noch umzubauen w\u00e4ren (gesch\u00e4tzt 400 Tausend \u20ac) und die in den letzten Jahren in der Grundschule aber auch einige der in der Sekundarschule get\u00e4tigten Investitionen somit in den Sand gesetzt w\u00e4ren, sei nur nebenbei erw\u00e4hnt.<br \/>\nDirektoren, Lehrer, Schulf\u00f6rderverein, Elternvertreter und B\u00fcrger protestierten dagegen, organisierten \u00f6ffentliche Demonstrationsz\u00fcge und sammelten in einer Petition \u00fcber 1000 Unterschriften. Sie legten eine Vielzahl sachlicher Argumente vor, die gegen diese Entscheidung sprechen (<a href=\"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Alle-Positionen.pdf\">hier einsehen<\/a>). Selbst in der Stellungnahme des Landesschulamtes (02\/2016) wird von \u201eEinschr\u00e4nkungen\u201c im dann notwendigen \u201ep\u00e4dagogisch ver\u00e4nderten Schulalltag\u201c gesprochen.<br \/>\nNun zur Vorbereitung der politischen Entscheidung. Mit dem Landkreis wurde ausgehandelt, dass Kinder aus dem jetzigen Schuleinzugsbereich der Sekundarschule (Barleben, Ebendorf, Meitzendorf, Dahlenwarsleben, Gersdorf, Gutenswegen, Gro\u00df- und Kleinammensleben) bei Bedarf nach Zielitz umgeleitet werden, da ja die <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Drei<\/strong><\/span>z\u00fcgigkeit durch die Schulzusammenlegung nicht mehr zur Verf\u00fcgung steht. In den Medien des B\u00fcrgermeisters \u00f6ffentlich gelobte \u201e\u00dcberzeugungs\u201c-Arbeitsgruppen wurden gebildet, in denen \u201eMeinungsaustausch\u201c betrieben wurde, wer nicht daran teilnehmen wollte, wurde \u00f6ffentlich getadelt. Die Direktorin der Ganztagsschule wurde durch eine Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde mundtot gemacht, Lehrer und Elternvertreter signalisierten aber weiter Ablehnung des Vorhabens. Auch die Grundschule blieb bis zuletzt bei ihrer klaren, ablehnenden Position.<br \/>\nAuf die Abstimmung im Gemeinderat hatten die Argumente der unmittelbar Betroffenen, n\u00e4mlich der Lehrer und Eltern jedoch wenig Einfluss, das Vorhaben wurde trotzdem beschlossen. F\u00fcr die Zusammenlegung der Schulen stimmten im Gemeinderat am 28.4.2016 M.Pape, R.L\u00fcder, J.Herrmann, F.U.Keindorff, U.Korn, U.D\u00fcrrmann, B.Niebur, P.S\u00e4uberlich, W.B\u00fcchner. Gegen diese Entscheidung stimmten die Mitglieder unserer Fraktion (E.Appenrodt, R.M\u00fcller, E.Br\u00e4mer, J.K\u00f6nitz, T.Pfeffer), sowie die Gemeinder\u00e4te H.\u00d6lze und W.Rost. Unsere Begr\u00fcndung wurde in das Sitzungsprotokoll aufgenommen (<a href=\"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Protokollerkl\u00e4rung.pdf\">hier einsehen<\/a>). Der Stimme enthielt sich K.Fischer, der Abstimmung fern blieben M.Behrens, R.Jassen, P.Hiller und C.Dorendorf.<br \/>\nDas Alles hat einen sehr faden Beigeschmack. Wollte man vor 9 Jahren zuk\u00fcnftig bildungspolitisch gl\u00e4nzen, sind die Weichen f\u00fcr eine solche Entwicklung nun falsch gestellt worden. Bildung ist und bleibt die wichtigste Investition in die Zukunft, Sparkonzepte hier anzusetzen, f\u00fchrt langfristig auf ein Abstellgleis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch vor 9 Jahren als gro\u00dfartige Erfolgsstory prognostiziert, von Landkreis und Staatssekret\u00e4r hoch gelobt, entpuppt sie sich jetzt als Flop: die Entwicklung der staatlichen Schullandschaft in Barleben. 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