{"id":403,"date":"2010-03-21T20:13:12","date_gmt":"2010-03-21T19:13:12","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--freiewhlerbarleben-qtb.de\/blog\/?p=403"},"modified":"2010-03-21T20:13:12","modified_gmt":"2010-03-21T19:13:12","slug":"modellprojekt-steht-auf-der-kippe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/?p=403","title":{"rendered":"LIBa &#8211; Modellprojekt steht auf der Kippe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Hauptausschuss hat entschieden: Keine Personalkostenzusch\u00fcsse f\u00fcr die LIBa. Die kurzfristig erforderliche Co-Finanzierung der vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bereitgestellten Mittel wurde somit verwehrt. Damit ist das Modellprojekt kurz vor seinem Abschluss akut gef\u00e4hrdet. (2)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Trotz des monatelangen z\u00e4hen Ringens des Projekttr\u00e4gers, der Netzwerkpartner, Unterst\u00fctzer und Eltern hat sich der Hauptausschuss der Gemeinde Barleben am 03. M\u00e4rz mit gro\u00dfer Mehrheit gegen die dringend erforderlichen Personalkostenzusch\u00fcsse f\u00fcr die LIBa im Jahr 2010 ausgesprochen.<\/p>\n<p>Bereits im August 2009 hatte der NABU-Barleben e.V. im Rahmen der regul\u00e4ren F\u00f6rderrichtlinien der Gemeinde Barleben eine Bezuschussung f\u00fcr eine Soziologin zur Betreuung und Koordination des Familienzentrums sowie f\u00fcr eine Fachkraft in der angeschlossenen Vollwertk\u00fcche (u.a. zur Anleitung der Hilfskr\u00e4fte) beantragt. Beide Stellen sind f\u00fcr die Erf\u00fcllung der vom Bundesministerium gestellten Aufgaben im Rahmen des Modellprojektes unabdingbar und wurden bis Ende 2009 auch \u00fcber den Bund finanziert. F\u00fcr 2010 war allen Beteiligten klar, dass das Bundesministerium das Modellprojekt sukzessive aus der F\u00f6rderung entl\u00e4sst und beide Stellen nun durch die Region getragen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Warum die politische Entscheidung in der Gemeinde Barleben in dieser sensiblen Phase so zu Ungunsten des Modellprojektes ausgefallen ist, erschlie\u00dft sich weder den Projektverantwortlichen noch den Netzwerkpartnern und Nutzern der LIBa-Angebote. Wo sonst, wenn nicht im finanzstarken Barleben, sind derartig innovative Projekte umsetzbar? Die ehrenamtlich und hauptamtlich Aktiven, die sich seit Jahren f\u00fcr die Projektziele der LIBa einsetzen, sind nach dem ablehnenden Beschluss zutiefst ersch\u00fcttert, zumal die Unterst\u00fctzung des Modellprojektes durch die Gemeinde in einem Kooperationsvertrag festgeschrieben ist. Man war davon ausgegangen, dass die F\u00f6rderung der LIBa auf Grundlage dieses, auch dem Bundesministerium vorliegenden, Vertrages h\u00f6chste Priorit\u00e4t genie\u00dft. Nachdem der LIBa seitens der Gemeinde dankenswerter Weise bereits im November 2009 Mietzahlungen f\u00fcr Familienzentrum, Vollwertk\u00fcche und Gesch\u00e4ftsstelle erlassen wurden, fehlen nunmehr lediglich noch die beantragten 37.000 \u20ac Personalkostenzusch\u00fcsse, das sind rund 16 % der Gesamtfinanzierung f\u00fcr 2010. Soll alles, was bisher f\u00fcr die Kinder und Familien erreicht wurde, an dieser vergleichsweise geringen Summe scheitern? 75 % der Kosten tragen NABU, Bund und andere Drittmittelgeber \u2013 nur insgesamt 25 % der Mittel (inkl. Erlass der Mieten) m\u00fcssten von der Gemeinde getragen werden: Eine Investition in die Zukunft, denn diese Mittel w\u00fcrden den Kindern und jungen Familien zugute kommen und das familienfreundliche und auf Bildung ausgerichtete Image Barlebens unterstreichen.<!--more--><\/p>\n<p>Das Bundesministerium hat dem LIBa-Netzwerk noch einige Wochen Zeit gegeben, um die Finanzierungsl\u00fccke zu schlie\u00dfen und die Auflagen im Sinne der dauerhaften Verankerung der Projektstrukturen in der Region zu erf\u00fcllen. Gelingt dies nicht, besteht akute Gefahr, dass ab Juli auch der Bund seine F\u00f6rderung einstellt. Nach der Vollwertk\u00fcche mit Impulsangeboten f\u00fcr Kitas und Schulen (u. a. vollwertiges Fr\u00fchst\u00fcck\/Vesper, Gem\u00fcseknabbert\u00fcten, regionale Frischprodukte, vollwertige Buffets) ist dann auch das Familienzentrum von der Schlie\u00dfung bedroht. Die vielf\u00e4ltigen Angebote, insbesondere f\u00fcr junge Familien, Kitas und Schulen, z.B. Krabbelgruppe, Kindergeburtstag mit der LIBa, Kochveranstaltungen, Sch\u00fcler-AG\u2019s, Bewegungsangebote wie Tobeclub und Eltern-Kind-Fitness, offene Angebote f\u00fcr Kinder und Familien, Vortr\u00e4ge, Kurse und Schulungen k\u00f6nnten dann nicht mehr realisiert werden.<\/p>\n<p>Mit der Ablehnung der F\u00f6rdermittelantr\u00e4ge hat die Gemeinde ihrerseits Auflagen erteilt. So sollte das Konzept \u00fcberarbeitet und eine Umstrukturierung der LIBa eingeleitet werden, um die Ma\u00dfnahmen an die Bed\u00fcrfnisse der Gemeinde anzupassen. W\u00f6rtlich hei\u00dft es im Ablehnungsbescheid: \u201eDurch die starke Einflussnahme des Bundes auf das Vorhaben der LIBa sind die Vorstellungen der Gemeinde zu den Vorstellungen des Naturschutzbundes sukzessive voneinander abgewichen, so dass kein Konsens mit der aktuellen Konzeption der LIBa erzielbar ist\u201c. Grunds\u00e4tzlich ist die LIBa bereit, im Einvernehmen mit der Gemeinde neue Konzepte zu entwickeln. Bereits seit 3 Jahren finden genau zu diesem Zweck im Rahmen des Modellprojektes regelm\u00e4\u00dfige Netzwerktreffen statt, um allen\u00a0 Partnern, einschlie\u00dflich der Gemeinde Barleben, eine Beteiligung auch konzeptioneller Art zu erm\u00f6glichen. Allerdings gab es nie Einw\u00e4nde gegen die Projektkonzeption. Lediglich die Unterst\u00fctzung einer Vollwertgemeinschaftsk\u00fcche wurde aufgrund der hohen Investitionskosten und anderer Unw\u00e4gbarkeiten seitens der Gemeinde abgelehnt. Daraufhin wurde das LIBa-Konzept nach langen Gespr\u00e4chen mit den zust\u00e4ndigen Mitarbeiterinnen der Bundesanstalt f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft bereits 2008 modifiziert, d.h. die Vollwertgemeinschaftsk\u00fcche wurde als ein im Rahmen der Modellphase erreichbares Projektziel (jedoch nicht als Fernziel der LIBa) aufgegeben. In Orientierung an den realen M\u00f6glichkeiten wurde stattdessen eine Vollwertk\u00fcche als \u201eWerkstatt f\u00fcr gesundes Essen\u201c aufgebaut, in der Impulsangebote f\u00fcr Kitas und Schulen hergestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Leider fehlt der LIBa\u00a0 zum jetzigen\u00a0 Zeitpunkt jeglicher Spielraum f\u00fcr grunds\u00e4tzliche Konzept\u00e4nderungen, die sich auf das Jahr 2010 beziehen. Diese sind auch gegen\u00fcber dem Bundesministerium als Auftrag- und Hauptf\u00f6rdermittelgeber kurz vor Ende der Modellphase nicht mehr durchsetzbar. Ziel aller Kooperationspartner der LIBa, einschlie\u00dflich der Gemeinde, muss jetzt an allererster Stelle der erfolgreiche Abschluss des Modellprojektes sein \u2013 hierzu hat sich das Netzwerk gegen\u00fcber dem Bund verpflichtet und hierzu bedarf es einer gedeckten Finanzierung! F\u00fcr den Zeitraum nach der Modellphase, d.h. wenn alle Verpflichtungen gegen\u00fcber dem Bund erf\u00fcllt wurden, sind Konzeptmodifikationen im Einvernehmen mit den dann relevanten Partnern und F\u00f6rderern m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Es bleibt die vage Hoffnung, dass sich kurzfristig doch noch eine M\u00f6glichkeit der Co-Finanzierung erschlie\u00dft, damit die \u201eBesser essen. Mehr bewegen.\u201c- Modellregion in Sachsen-Anhalt nicht scheitert und die LIBa als wichtiger Impulsgeber erhalten bleibt.<\/p>\n<p>Wer Unterst\u00fctzung anbieten m\u00f6chte, kann sich an die LIBa-Gesch\u00e4ftsstelle, Tel. 039203\/ 753915 wenden. Wir sind f\u00fcr Rat und Hilfe \u00e4u\u00dferst dankbar!<\/p>\n<p>(2) durch eine ver\u00e4nderte Informationslage wurden einige Passagen von uns gegen\u00fcber der ersten Ausgabe ver\u00e4ndert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hauptausschuss hat entschieden: Keine Personalkostenzusch\u00fcsse f\u00fcr die LIBa. 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