{"id":757,"date":"2010-09-13T22:02:01","date_gmt":"2010-09-13T20:02:01","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--freiewhlerbarleben-qtb.de\/blog\/?p=757"},"modified":"2013-02-24T12:35:47","modified_gmt":"2013-02-24T11:35:47","slug":"liba-modellprojekt-endet-im-november","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/?p=757","title":{"rendered":"LIBa-Modellprojekt endet im November"},"content":{"rendered":"<p>Bevor im November das Modellprojekt der Lokalen Initiative Barleben \u201eBesser essen. Mehr bewegen.\u201c regul\u00e4r endet, l\u00e4uft derzeit in der LIBa-Gesch\u00e4ftsstelle die Abschlussdokumentation auf Hochtouren. \u2013 Anlass genug, schon einmal Bilanz zu ziehen:<\/p>\n<p><strong>Was wurde geleistet?<\/strong><br \/>\nSeit Ende 2006 wurden 6 Leitprojekte und 47 Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel von zeitweise bis zu 6 Fachkr\u00e4ften (Sport- und Ern\u00e4hrungswissenschaftler, Soziologen) umgesetzt. Eine Elterninitiative hatte zuvor in 2 \u00bd Jahren intensiver ehrenamtlicher Arbeit den Grundstein hierf\u00fcr gelegt.<br \/>\n<!--more-->Die ersten Jahre des vom Bund beauftragten Modellvorhabens wurden schwerpunktm\u00e4\u00dfig den 10 Piloteinrichtungen (KiTas und Grundschulen in Barleben, dem Landkreis B\u00f6rde und der Stadt Magdeburg) gewidmet. Unter anderem wurden Facharbeitsgruppen aufgebaut und moderiert, Weiterbildungen f\u00fcr P\u00e4dagogen und Eltern konzipiert und durchgef\u00fchrt, ein Angebotskatalog erarbeitet, die Einrichtungen vor Ort beraten, Aktions- und Projekttage veranstaltet (z.B. Besuche auf dem Bauernhof organisiert und finanziert), regelm\u00e4\u00dfige Angebote f\u00fcr Kinder etabliert, Leitf\u00e4den und Handlungshilfen entwickelt, hochwertige Bewegungsger\u00e4te sowie\u00a0 didaktische Materialien gekauft und den KiTas und Schulen zur Verf\u00fcgung gestellt. Dar\u00fcber hinaus wurde eine kleine Vollwertk\u00fcche aufgebaut, die beispielhaft frisches und vollwertiges Essen f\u00fcr KiTas und Schulen herstellte. So gab es z.B. an der Grundschule Barleben bis zum Auslaufen der Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr diese Ma\u00dfnahme Ende 2009 regelm\u00e4\u00dfig ein frisches, vollwertiges Fr\u00fchst\u00fcck von der LIBa.<br \/>\nF\u00f6rderungen flossen weiterhin Vereinen des LIBa-Netzwerkes zu, die dadurch u. a. die M\u00f6glichkeit hatten, neue Sport- und Bewegungsangebote speziell f\u00fcr Kinder und Familien aufzubauen.<br \/>\nInnerhalb des letzten Projektjahres\u00a0 wurde verst\u00e4rkt in den Aufbau\u00a0 des Familienzentrums in Barleben investiert. Allein von Mai 2009 bis Mai 2010 wurden die Angebote der LIBa \u2013 vom Kinderkochkurs bis zur Weiterbildung f\u00fcr ErzieherInnen, vom Kindergeburtstag bis zum Babytreff &#8211; ca. 11.000 Mal in Anspruch genommen \u2013 Eine Veranstaltungszahl und Teilnehmerquote, die die Erwartungen des Bundesministeriums\u00a0 weit \u00fcbertraf.<br \/>\nDerzeit laufen die letzten Arbeiten am Leitprojekt \u201aProphylaxemodell\u2019 zur Betreuung und Beratung junger Familien, andockend an die U-Vorsorgeuntersuchungen in Kooperation mit Kinder\u00e4rzten und Hebammen.<\/p>\n<p><strong>Wer hat wie viel gef\u00f6rdert?<\/strong><br \/>\nDie nachfolgenden Zahlen widerspiegeln zweckgebundene Zusch\u00fcsse bzw. <a title=\"Begriffserkl\u00e4rung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zuwendung_%28Begriffskl%C3%A4rung%29\" target=\"_blank\"><strong>Zuwendungen<\/strong><\/a>, die von 2006-2010\u00a0 in das Modellprojekt geflossen sind bzw. flie\u00dfen:<\/p>\n<blockquote><p>Bundesmittel: 555.734,34 \u20ac<br \/>\nLotto Toto: 60.000,- \u20ac<br \/>\nAOK: 25.000,- \u20ac<br \/>\nGemeinde Barleben: 19.987,38 \u20ac<\/p><\/blockquote>\n<p>Dar\u00fcber hinaus hat vor allem der NABU-Barleben e.V. als Tr\u00e4ger des Projektes einen Gro\u00dfteil der erforderlichen Gelder und ehrenamtlichen Leistungen erbracht. Eigenleistungen wurden auch von den LIBa-Netzwerkpartnern, wie z.B. dem SG \u201eEintracht\u201c Ebendorf e.V., der Verbraucherzentrale, dem HKC e.V. und den Pilot-KiTas und \u2013Schulen in das Projekt eingebracht.<br \/>\nWeiterhin wurden seitens der Gemeinde Barleben R\u00e4umlichkeiten teils mietfrei bzw. erm\u00e4\u00dfigt zur Verf\u00fcgung gestellt. Insbesondere die R\u00e4ume f\u00fcr das Familienzentrum wurden seitens der Gemeinde eigens nach fachlichen Erfordernissen hergerichtet. Ein Jahr lang hatte dann das Bundsministerium die Pacht hierf\u00fcr in H\u00f6he von 24.000,- \u20ac\u00a0 mit der Auflage finanziert, dass die Gemeinde (als Eigent\u00fcmer der R\u00e4ume) im Anschluss die Kosten f\u00fcr das Familienzentrum erl\u00e4sst und die Fortf\u00fchrung der inhaltlichen Arbeit gew\u00e4hrleistet wird.<\/p>\n<p><strong>Wie geht es weiter?<\/strong><br \/>\nMit dem LIBa e.V. ist nunmehr seit Juni eine Tr\u00e4gerstruktur vorhanden, die das Know-how des Modellprojektes in sich vereint und das Familienzentrum weiterf\u00fchren k\u00f6nnte.<br \/>\nNachdem sich der Barleber Gemeinderat auf seiner Sitzung im Juni gegen ein Familienzentrum ausgesprochen hat, steht der noch junge LIBa e.V. jedoch vor schier unl\u00f6sbaren Problemen: Zum einen ist da die Verpflichtung gegen\u00fcber dem Bundesministerium und den Nutzern, die entstandenen Einrichtungen und Strukturen zu erhalten, dauerhaft in der Region zu verankern und qualifiziert weiter zu betreiben, zum anderen fehlt nach wie vor jegliche Anschlussfinanzierung und wohl auch die Akzeptanz auf politischer Ebene.<br \/>\nNach dem Willen der Mehrheit des Gemeinderates\u00a0 soll das Familienzentrum zuk\u00fcnftig ausschlie\u00dflich ehrenamtlich betrieben werden. Eine Forderung, die die LIBa-Verantwortlichen f\u00fcr nicht leistbar halten: Zwar k\u00f6nnen und sollen z.B. die Familiensportgruppen und Sch\u00fcler-AG\u2019s unter dem Dach des LIBa e.V. in ehrenamtlicher Regie weiterlaufen, f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Einrichtung, die darauf ausgerichtet ist, rund um die Woche vielf\u00e4ltige Bildungs- und Betreuungsangebote zu gew\u00e4hrleisten, ist dies aber\u00a0 nicht m\u00f6glich. Genauso, wie eine Schule nicht ohne Lehrer auskommt, braucht ein Familienzentrum \u2013 trotz aller mitwirkenden Ehrenamtler und Freiberufler \u2013 qualifizierte, professionelle Betreuung. Bildung kostet Geld \u2013 auch wenn sich der \u201eErtrag\u201c in den K\u00f6pfen nicht in Heller und Pfennig berechnen l\u00e4sst.<br \/>\nDie vom Hauptausschuss des Barleber Gemeinderates beauftragte LIBa-Arbeitsgruppe best\u00e4tigte in ihrem Abschlussbericht (<strong><a href=\"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Schlussbericht-Arbeitsgruppe-LIBa.pdf\" target=\"_blank\">Schlussbericht ansehen<\/a><\/strong>) die Notwendigkeit eines hauptamtlichen Koordinators und pl\u00e4dierte f\u00fcr den Abschluss eines Kooperationsvertrages mit dem LIBa e.V., in dem die F\u00f6rderung und die Unterst\u00fctzung durch die Gemeinde \u00fcber 5 Jahre geregelt werden.\u00a0 Wohl gemerkt sollte es dabei nicht um die Fortsetzung des LIBa-Modellprojektes in der jetzigen Form gehen, sondern um eine Minimalvariante zur Sicherung der Projektinhalte mit operativen Kosten in H\u00f6he von ca. 53.000,- \u20ac pro Jahr. Doch der Empfehlung dieses Gremiums wollte die Mehrheit des Gemeinderates bislang nicht folgen.<\/p>\n<p>H\u00e4nderingend wird deshalb weiter nach M\u00f6glichkeiten der Unterst\u00fctzung gesucht, damit dieses Zentrum f\u00fcr Kinder und Familien, f\u00fcr Ern\u00e4hrungsbildung und Bewegungserziehung auch im n\u00e4chsten Jahr f\u00fcr Barleben erhalten bleibt und seine wichtige Arbeit in unserer Region fortsetzen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor im November das Modellprojekt der Lokalen Initiative Barleben \u201eBesser essen. Mehr bewegen.\u201c regul\u00e4r endet, l\u00e4uft derzeit in der LIBa-Gesch\u00e4ftsstelle die Abschlussdokumentation auf Hochtouren. \u2013 Anlass genug, schon einmal Bilanz zu ziehen: Was wurde geleistet? Seit Ende 2006 wurden 6 Leitprojekte und 47 Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel von zeitweise bis zu 6 Fachkr\u00e4ften (Sport- und Ern\u00e4hrungswissenschaftler, Soziologen) umgesetzt. 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