{"id":2424,"date":"2013-07-26T05:34:41","date_gmt":"2013-07-26T04:34:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/?p=2424"},"modified":"2013-07-26T05:34:41","modified_gmt":"2013-07-26T04:34:41","slug":"helldamm-die-ausfuhrliche-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/?p=2424","title":{"rendered":"Helldamm \u2013 die ausf\u00fchrliche Geschichte"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2430\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_2430\" class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 445px\"><a href=\"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/VS-Helldamm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2430\" alt=\"VS Helldamm\" src=\"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/VS-Helldamm-300x224.jpg\" width=\"441\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/VS-Helldamm-300x224.jpg 300w, https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/VS-Helldamm.jpg 889w\" sizes=\"auto, (max-width: 441px) 100vw, 441px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_2430\" class=\"wp-caption-text\">Bildquelle: Beitrag in Volksstimme<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den grundhaften Ausbau der Stra\u00dfe Helldamm hatte der Ortschaftsrat (OR) Barleben schon im <strong>Januar 2011<\/strong> beschlossen. \u00dcblich ist, dass die Verwaltung Vorschl\u00e4ge zur Bauausf\u00fchrung vorstellt und Details mit den Ortschaftsr\u00e4ten diskutiert. Dabei einigte man sich damals auf ein durchgehendes Pflaster, im vorderen Teil noch auf beidseitige Fu\u00dfwege und weiter n\u00f6rdlich auf mehrere Parkpl\u00e4tze, dies auch hinsichtlich des Bedarfs der angrenzenden Kleing\u00e4rtner. Somit schien die Sache f\u00fcr die Ortschaftsr\u00e4te als erledigt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgabe der Verwaltung war es nun, die B\u00fcrger \u00fcber die Bauma\u00dfnahme zu informieren und den Baubeginn einzuleiten. Nur tat sich diesbez\u00fcglich eben nichts! Es wurden immer wieder Argumente gefunden, warum der Baubeginn verschoben wurde. Sehr erstaunt waren die Ortschaftsr\u00e4te nun, als sich die Anwohner am <strong>20.6.2013<\/strong> mit einer Petition an sie wandten. Es ging darum, dass den B\u00fcrgern seitens der Verwaltung mitgeteilt wurde, die Stra\u00dfe in zwei Teilabschnitte zu teilen und im vorderen Teil die B\u00fcrger mit mehr als doppelt so hohen Kosten pro Grundst\u00fccksfl\u00e4che zur Kasse zu bitten. Als Begr\u00fcndung gegen\u00fcber den mit Recht aufgebrachten B\u00fcrgern wurde der Beschluss des OR angef\u00fchrt. Diesem war diese Art der Berechnung aber unbekannt, \u00fcber Teilabschnitte wurde nie gesprochen ( <a href=\"http:\/\/www.freiewaehlerbarleben.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Helldamm2011.pdf\">siehe hier<\/a> )<br \/>\nWas sollte jetzt geschehen? Die Vertr\u00e4ge waren geschlossen und die Leistungen ausgeschrieben. W\u00e4re die Bauma\u00dfnahme abgeblasen worden, h\u00e4tte man sogar Vertragsstrafe zahlen m\u00fcssen. \u00c4nderungen der Bauausf\u00fchrung h\u00e4tten die Aufhebung der alten Beschl\u00fcsse und eine neue Planung erforderlich gemacht. Hier befanden sich die Ortschaftsr\u00e4te in einer sehr unangenehmen Lage. Zwar hatten viele von ihnen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Anliegen der Anwohner, letztlich stimmte aber eine knappe Mehrheit daf\u00fcr, den Widerspruch der B\u00fcrger abzulehnen. Da die rechtliche Lage nicht ganz klar war, sagte der Justitiar der Verwaltung Herr B. Fricke zu, vorbereitend erst einmal 2 Formen der Abrechnung gegen\u00fcber den B\u00fcrgern zu erstellen, als eine einzige Bauma\u00dfnahme und in Form von 2 Teilabschnitten. Dann soll unter Einbeziehung des OR noch einmal gepr\u00fcft werden, wie die Abrechnung gegen\u00fcber den B\u00fcrgern erfolgt.<br \/>\nWarum viele Anwohner mit Recht auf die Verwaltung in Barleben schimpften, erl\u00e4utert hier Anwohner <strong>Herr Rudolf Unger<\/strong>, der federf\u00fchrend bei der Petition der B\u00fcrger war:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit Fr\u00fchjahr 1966 bin ich Anwohner im Helldamm 19. Derzeit war der Helldamm ein unbefestigter Feldweg ohne Fu\u00dfwege, die Fahrbahn mit tiefen Fahrspuren versehen. Es existierte weder Wasserver- noch Abwasserentsorgung. Bei Regen oder im Fr\u00fchjahr war die Stra\u00dfe nur mit Kn\u00f6chel umschlie\u00dfendem Schuhwerk bzw. mit Gummistiefeln passierbar. Im Jahr 1985 machte ich eine Eingabe zum unhaltbaren Stra\u00dfenzustand an den Rat des Kreises und an die SED-Kreisleitung. Es folgte eine positive R\u00fcckmeldung und mit der Unterst\u00fctzung dieser Stellen und mit sehr gro\u00dfem Engagement unseres damaligen B\u00fcrgermeisters Jungmann konnte trotz der extremen Knappheit von Tiefbaukapazit\u00e4t, Zement und Bitumen die Stra\u00dfenbauma\u00dfnahme eingeplant und 1986 begonnen werden. Es erfolgte zun\u00e4chst die Verlegung eines Abwasserkanals in ca. 1,50 Tiefe mit Einl\u00e4ufen im vorderen Bereich vom Grundst\u00fcck Schmidt mit leichtem Gef\u00e4lle bis zum Anschluss Meitzendorfer Stra\u00dfe und die Verlegung der Trinkwasserleitung mit den Hausanschl\u00fcssen. Es wurde etwa 1 m Erdreich abgetragen, F\u00fcllsand verdichtet, eine Betonschicht von 40 bis 80 cm aufgebracht, darauf 5 cm Bitumen. Der hintere Teil, von der Gartenanlage bis Grundst\u00fcck Schmidt wurde mit einer Schotterdecke versehen. Dieser Stra\u00dfenausbau im vordern Teil entsprach vom Aufwand her weitaus mehr als den gegebenen Erfordernissen. Der Zustand dieser Stra\u00dfe war hervorragend und hatte bis zum Zeitpunkt der Einbringung eines neuen Abwasserkanals im Jahre 1996 keinerlei Sch\u00e4den oder M\u00e4ngel aufzuweisen! Der Helldamm wurde dann auf Grund wasserbautechnischer Ma\u00dfnahmen des WWAZ halbseitig aufgerissen, Abwasserrohre in ca. 4 m Tiefe im Grundwasserbereich(!) verlegt, was nat\u00fcrlich die Kosten extrem in die H\u00f6he trieb und auch neue Trinkwasserrohre installiert. Die voll funktionst\u00fcchtigen Steinzeug-Abwasserrohre wurden mit Beton verpresst (!), obwohl man sie ja evtl. noch als Oberfl\u00e4chenentw\u00e4sserung h\u00e4tte nutzen k\u00f6nnen. Als der Verbau gezogen wurde, st\u00fcrzten, da keine Spundw\u00e4nde eingebracht wurden, Sand und Erdreich aus den seitlichen Bereichen ein, dies mit fatalen Folgen. Die benachbarte angrenzende Stra\u00dfenfl\u00e4che senkte sich und drohte einzust\u00fcrzen. Einige Hohlr\u00e4ume wurden notd\u00fcrftig mit Beton verf\u00fcllt und somit stabilisiert. Die noch unter der Stra\u00dfe bestehenden Hohlr\u00e4ume konnten jedoch nicht verf\u00fcllt bzw. nicht korrekt verdichtet werden (man kann nicht horizontal verdichten). Trotzdem wurde auf das Schotterbett wieder eine Bitumendecke aufgetragen. In der Folge senkte sich die alte verbliebene Stra\u00dfendecke ab. Die nun tiefer liegenden Tiefborde wurden mit ca. 1-1,5 cm Beton (!) angeglichen, was eine laienhafte Idee war, da diese d\u00fcnne Schicht niemals dauerhaft halten kann. Danach auftretende Sch\u00e4den wurden teilweise wieder mit Bitumen geflickt. Garageneinfahrten, Z\u00e4une und Pfeiler neigten sich in Folge zur Stra\u00dfe ab. Infolge dieser dilettantischen ingenieurtechnischen Fehlleistung hatte ich ein informatorisches Gespr\u00e4ch vor Ort mit dem Mitarbeiter des Bauamtes, Herrn Hirche. Er erkannte die deutlich sichtbaren M\u00e4ngel, leider folgten weder Resonanz noch Aktivit\u00e4ten zur Beseitigung, auf Anfrage war auch kein Protokoll des Gespr\u00e4chs mehr zu finden. Die 1986 neu angelegten Gehwege, Hoch- und Tiefborde wurden durch mehrfaches, z.T. f\u00fcnfmaligen Aufrei\u00dfens (Gas, Energie, Telekom usw.) nie wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt und sind ebenfalls durch Ausbleiben von Kontrollen seitens des Bauamtes in einem sanierungsbed\u00fcrftigen Zustande. Ich habe nicht vermerkt, dass das Ing.-B\u00fcro IBU (Horn) sich von einem &#8222;Fachmann&#8220; aus den alten Bundesl\u00e4ndern beraten lie\u00df (ein Herr Strau\u00df). Die tiefe Verlegung der Rohre (ca. 4 m) und auch das Durch\u00f6rtern war seine Idee. Beides trieb die Baukosten und nat\u00fcrlich das anteilige Honorar des Projektanten nach oben. Als Gr\u00fcnde wurden genannt: Die Bahn AG verlangt diese Tiefe unter dem Gleisk\u00f6rper und Abwasserleitungen d\u00fcrfen nicht \u00fcber Trinkwasserleitungen verlegt werden (D\u00fcker wurden nicht alternativ erwogen). Es ist keinem mit normalem Verstand ausgestatten B\u00fcrger zu vermitteln, dass bei einem guten Gef\u00e4lle von der Meitzendorfer Str. bis zum Anger eine Hebestation eingebaut werden musste. Auch sollte einmal erfragt werden, was das R\u00fcckhaltebecken zwischen Guerickeallee und Steinfeldstra\u00dfe f\u00fcr einen Zweck hat. Die Abwasserleitungen liegen mehrere Meter unterhalb des R\u00fcckhaltebeckens, das Wasser m\u00fcsste bergauf laufen. Unsere &#8222;Fachleute&#8220; nehmen da wohl keinen Ansto\u00df dran. Und keiner dieser &#8222;Experten&#8220; wird zur Rechenschaft gezogen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong>: Schwere Fehler bei der Bauma\u00dfnahme durch die Baufirma und die Unterlassung der Kontrolle und \u00dcberpr\u00fcfung nach einer angemessenen Zeit durch das Bauamt. Deshalb erheben wir die Forderung, den Stra\u00dfenzustand wieder so herzurichten, wie er vor der Abwasser-Bauma\u00dfnahme von 1996 war.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den grundhaften Ausbau der Stra\u00dfe Helldamm hatte der Ortschaftsrat (OR) Barleben schon im Januar 2011 beschlossen. \u00dcblich ist, dass die Verwaltung Vorschl\u00e4ge zur Bauausf\u00fchrung vorstellt und Details mit den Ortschaftsr\u00e4ten diskutiert. Dabei einigte man sich damals auf ein durchgehendes Pflaster, im vorderen Teil noch auf beidseitige Fu\u00dfwege und weiter n\u00f6rdlich auf mehrere Parkpl\u00e4tze, dies auch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2424","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-or-barleben"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2424","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2424"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2424\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2529,"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2424\/revisions\/2529"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2424"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2424"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/freiewaehlerbarleben.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2424"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}